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Ohne Fortune im Finale

Ohne Wurfglück von außen (1/25) unterliegen die Weißenhorn Youngstars der PS Karlsruhe im Final-Hinspiel mit 67:71 (33:38) und sind im Rückspiel zum Siegen verdammt.

Die Weißenhorn Youngstars müssen weiterhin auf ihren ersten Erfolg gegen die PS Karlsruhe Lions warten: Das erste Finale um die ProB-Meisterschaft verlor die Mannschaft von Head Coach Danny Jansson mit 67:71. Damit endet auch die Weißenhorner Heimserie, die den Gastgebern zuvor in fünf Playoff-Heimspielen in der Dreifachturnhalle fünf Siege beschert hatte. Besonders von jenseits der Dreierlinie erwischten die Youngstars einen schlechten Tag – nur ein Dreier (von Till Pape) ging bei 25 Versuchen durch die Reuse. „Wir mussten uns ausgerechnet das Finale aussuchen, um die schlechteste Dreierquote seit meinem Start in Weißenhorn vor drei Jahren an den Tag zu legen“, so Coach Danny Jansson angesichts der vierprozentigen Trefferquote von Downtown. Dass es der Mannschaft um Topscorer Björn Rohwer (16 Punkte) in den Schlussminuten dennoch gelang, sich von einem zwischenzeitlichen 15 Punkte-Rückstand (35:50) gegen die deutlich treffsichereren Badener (11 Dreier, 34 %) zu erholen, stimmt den Finnen optimistisch: „Angesichts dieser Trefferquote war eine Niederlage mit nur vier Punkten noch das beste Szenario.“ So genügt in Karlsruhe am kommenden Samstag (Tipoff: 19.30 Uhr) ein Erfolg mit fünf Zählern, um das Meisterschaftsduell noch zu kippen.

Mit 6 Punkten in Serie und viel Durchsetzungsvermögen unter dem Korb eröffnete Björn Rohwer das Finale gegen Karlsruhe, das in den Anfangsminuten von Jordan Talbert getragen wurde (6:6, 3.). So war es auch der US-amerikanische Forward, dem in der 7. Minute der erste Dreier zum 12:14 gelang. Till Pape konnte zwar von Downtown kontern (17:14), doch der Ex-Weißenhorner Deon McDufffie sorgte mit seinem Distanztreffer für die knappe 17:19-Viertelführung für die Badener. Als Eric Curth den Rückstand zum Start ins zweite Viertel mit zwei weiteren Dreiern erstmals auf 10 Punkte (17:27, 13.) erhöhte, war Danny Jansson zur ersten Auszeit gezwungen. Dass die Youngstars sich zurückkämpften, hatten sie dann Marcell Pongo zu verdanken: Per 6:0-Lauf verkürzte der Spielmacher auf 31:33 (28.), wenngleich erneut McDuffie per Dreier den Schlusspunkt vor der Halbzeit setzte (33:38).

Und auch im dritten Spielabschnitt waren es die Würfe aus der Distanz, die den Unterschied machten: Mit drei Dreiern innerhalb von nur 90 Sekunden bauten die Gäste ihren Vorsprung von 35:41 auf 35:50 (25.) aus. Erst ein 8:0-Lauf der Gastgeber zum 45:52 sorgte vor der letzten Viertelpause wieder für Hoffnung in der vollbesetzten Dreifachturnhalle. Doch auch im Schlussabschnitt wollten die Weißenhorner Würfe jenseits der 6,75 Meter nicht fallen – so punktete Joschka Ferner (0/8 3er) eben nicht von Downtown, sondern per And-One nach einem überzeugenden Drive zum Korb (54:61, 37.). Doch immer, wenn sich die Youngstars mit viel Kraft wieder herangekämpft hatten, waren es die Karlsruher Dreier, die das Momentum der Youngstars zerstörten (54:64, 56:67). Und trotzdem zeigten die Gastgeber Moral: Dank eines Tip-Ins von David Krämer zwei Sekunden vor Spielende zum 67:71 blicken die Youngstars dem Final-Rückspiel in der Karlsruher Listhalle optimistisch entgegen.

Für die Youngstars spielten: Björn Rohwer (16 Punkte), Marcell Pongo (14), Till Pape (11), Marvin Omuvwie (8), David Krämer (7), Joschka Ferner (5), Marius Stoll, Bernhard Benke, Lukas Rosenbohm, Tim Köpple, Mate Fazekas.