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Mit geballter Faust ins Halbfinale

Nach dem 76:59 (50:34)-Erfolg über die BG Karlsruhe stehen die Weißenhorn Youngstars erstmals nach 2013 wieder unter den Top-Vier der 2. Basketball Bundesliga ProB.

Die Weißenhorn Youngstars haben im entscheidenden dritten Viertelfinale gegen die BG Karlsruhe starke Nerven bewiesen und stehen dank eines überzeugenden 76:59-Start-Zie-Sieges verdient im Playoff-Halbfinale der 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Mannschaft von Head Coach Danny Jansson zeigte sich in der Do-or-Die-Partie deutlich verbessert im Vergleich zur 83:63-Niederlage in Karlsruhe und konnte sich insbesondere auf ihre Verteidigung verlassen. „Die Defense hat uns heute unter die Top-Vier gebracht“, fasst Coach Jansson zusammen. Der Finne, der nach dem NBBL-Halbfinaleinzug mit Ulm (2016) erstmals auch im ProB-Semifinale steht, verrät: „Wir haben nicht wirklich etwas Neues gemacht, sondern das, was wir in den letzten zwei, drei Jahren im Training gelernt haben, ziemlich gut umgesetzt.“ Erstmals in der Serie konnten die Youngstars auch das Rebounding-Duell gegen die physischen Karlsruher gewinnen (45:41) und überzeugten darüberhinaus mit ihrer Körpersprache. Sinnbildlich dafür war die geballte Faust von Topscorer Joschka Ferner (18 Punkte) nach seinen Treffern drei und vier von Downtown, die zu Beginn des Schlussviertels für die Vorentscheidung (69:47) sorgten.

Im Halbfinale hat Weißenhorn als Zweiter der ProB Süd wiederum Heimrecht und empfängt am Ostersamstag (Tipoff: 18.30 Uhr) den Fünften der ProB Nord VfL AstroStars Bochum, bevor schon am Ostermontag das zweite Spiel der Serie in Bochum wartet. „Es hat einen guten Grund, warum Bochum den Nord-Ersten Bernau und Leverkusen aus den Playoffs geworfen hat“, warnt Danny Jansson vor dem „erfahrenen und toughen“ Ruhrpott-Team. Doch der Youngstars-Coach verspricht: „Unser Ziel in den Playoffs ist es, den besten Basketball des Jahres zu spielen. Da waren wir heute ganz nah dran und daran wollen wir gegen Bochum anknüpfen."

Aus einer fokussierten Verteidigung heraus schöpften die Youngstars in den ersten Minuten des Entscheidungsspiels gegen die BG Karlsruhe Selbstvertrauen, welches sie in der Offense in eine hochprozentige Trefferquote ummünzten. Vor allem von Downtown, wo nacheinander David Krämer, Marcell Pongo und Joschka Ferner zum 11:2 (4.) trafen und die Gäste zur ersten Auszeit zwangen. Doch der Youngstars-Express war vorerst nicht zu stoppen. Mit viel Willen und einer weithin konzertierten Defensive erhöhten die Gastgeber zwischenzeitlich auf 18:4 (6.). Erst die Hereinnahme von Ricky Easterling brachte etwas Besserung für die Badener: Der Routinier steuerte bis zur Viertelpause ohne Fehlwurf 10 Punkte bei, konnte aber nichts an der 26:16-Führung der Youngstars ändern. Im Duo mit Jeremy Black verkürzte Easterling dann sogar bis auf 8 Punkte (34:26, 15.), doch Lukas Rosenbohm setzte sich daraufhin zweimal gekonnt gegen Easterling durch und erhöhte auf 38:26 (15.). Für den bislang größten Vorsprung war dann Marius Stoll zuständig: Der Spielmacher nutzte die verbleibenden Sekunden, um pünktlich mit dem Pausen-Buzzer zum 50:34-Halbzeitstand einzunetzen.

Nachdem die Youngstars zu Beginn der zweiten Hälfte auf 54:36 (23.) erhöhten, schien das Momentum mit dem ersten versenkten Karlsruher-Dreier durch Aaron Schmitz nach 0/10 in der ersten Hälfte auf die Seite der Gäste zu wechseln. Ein 9:0-Lauf der BG reduzierte die Weißenhorner Führung in den einstelligen Bereich (54:45, 26.), woraufhin Danny Jansson sein Team zur ersten Auszeit einbestellte. Und die Worte des Cheftrainers schienen ihre Wirkung zu zeigen, als Joschka Ferner wenig später eine sehenswerte Pass-Stafette mit seinem zweiten Dreier krönte (57:45, 27.). Und damit schien die Karlsruher Gegenwehr gebrochen: Ein viertelübergreifender 13:2-Lauf, zu dem Ferner zwei weitere Treffer von Downtown und eine geballte Faust beisteuerte brachte die Youngstars Mitte des Schlussviertels endgültig auf die Siegerstraße (70:47, 34.).

Für die Youngstars spielten: Joschka Ferner (18 Punkte, 7 Rebounds), Nils Mittmann (11, 7), Marcell Pongo (9, 8 Assists), David Krämer (9, 6 Rebounds), Till Pape (9), Marvin Omuvwie (8), Björn Rohwer (5, 6 Rebounds), Lukas Rosenbohm (4), Marius Stoll (3, 4 Assists), Christoph Philipps.

Foto: Horst Hörger