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Willkommen im Viertelfinale!

Die Weißenhorn Youngstars setzen sich beim SC Rist Wedel auch im zweiten Achtelfinale souverän mit 61:83 (24:45) durch und starten am kommenden Samstag (18.30 Uhr / Dreifachturnhalle) gegen Oldenburg oder Karlsruhe in die Runde der letzten Acht.

Der längste Roadtrip der Saison endet für die Weißenhorn Youngstars mit dem souveränen Einzug ins Viertelfinale in der Zweiten Basketball Bundesliga ProB. Nach dem 81:66-Sieg in Spiel eins setzte sich die Mannschaft von Head Coach Danny Jansson auch in Wedel deutlich mit 61:83 durch. „Es war kein schönes Spiel und wir können es noch besser, aber Wedel stand nicht umsonst in den Playoffs und hat uns das Leben oft schwer gemacht“, so der finnische Cheftrainer. Damit stehen die Youngstars gemeinsam mit dem Süd-Ersten PS Karlsruhe als erste Viertelfinal-Qualifikanten fest (jeweils 2:0) – alle sechs weiteren Achtelfinals gehen am Dienstag in ein drittes Spiel. Die Grundlage für den Erfolg legten die Gäste mit einem glänzenden zweiten Viertel (12:25), in dem sich Weißenhorn mit seiner konzentrierten Defense eine Serie an Stops erarbeitete, welche Marvin Omuvwie (8 Punkte in zwei Minuten) & Co. im Angriff in einen 17:2-Lauf ummünzten. Wie bereits in Spiel eins sprach zudem das Rebounding eine deutliche Sprache: Mit 34 zu 52 eingesammelten Abprallern ging das Duell unter den Brettern wiederum an die Youngstars, die zwar im dritten Viertel nochmals eine kritische Phase gegen die Wedeler Zone Defense zu überstehen hatten (39:52, 26.), den Viertelfinal-Einzug aber letztlich souverän unter Dach und Fach brachten. 

Mit der 1:0-Führung im Rücken starteten die Youngstars im hohen Norden voller Selbstbewusstsein in die Partie. Marvin Omuvwie per Dreier und Nils Mittmann mit 5 Punkten in Folge sorgten für einen 0:8-Start der Gäste. Erst nach zweieinhalb Minuten schenkte Wedel, das auf seinen Starting Point Guard Rene Kindzeka verzichten musste, seinen Zuschauern in der vollbesetzten Steinberghalle die ersten Punkte. Doch Weißenhorn wusste seine Führung zu verteidigen – beispielsweise per einhändigem Slamdunk von David Krämer, der damit ein Mittmann-Anspiel veredelte (6:12, 6.). Den Endpunkt im ersten Viertel setzte Nico Möbus: Hatte der 18-Jährige am Freitagabend noch dem Ulmer NBBL-Team zum Playoff-Kantersieg über den Bamberg Nachwuchs verholfen (21 Punkte), stellte er mit seinem Drive nun die 12:20-Führung nach zehn Minuten her. Doch erst im zweiten Spielabschnitt kam der Offensivmotor der Gäste so richtig auf Betriebstemperatur. Immer wieder tankten die Youngstars mit Stops in der Verteidigung Selbstbewusstsein, um sich dann im Angriff für die konzentrierte Arbeit zu belohnen – allen voran Marvin Omuvwie: Zweimal in Folge stand der Flügelspieler im linken Eck goldrichtig und vollendete mit seinen beiden Dreiern einen Weißenhorner 8:0-Lauf zum 15:28 (14.). Und nach einem weiteren Downtown-Treffer von David Krämer war es erneut Marvin Omuvwie, der mit seinem Dunking den „Crowd Silencer“ gab (17:33, 15.). Als Björn Rohwer wenig später seine beiden Freiwürfe verwandelte, hatte das Punktepolster erstmals die 20 Punkte-Marke erreicht (17:37, 17.). Für den Schlusspunkt der ersten Hälfte war mit Marius Stoll dann ein weiterer Ulmer NBBL-Spieler zuständig, der mit seinem Dreier den 24:45-Halbzeitstand besorgte.

Aus der Distanz eröffnete Nils Mittmann auch das dritte Viertel (24:48). Der Treffer des Routiniers sollte aber für fünf Minuten der einzige der Gäste sein. Die Wedeler Zonenverteidiung machte den Youngstars das Leben schwer und münzte die Weißenhorner Fehler in einen 9:0-Lauf zum 33:48 (25.) um. Dass die Ausbeute nicht noch höher ausfiel, lag an der ausbaufähigen Freiwurfquote der Gastgeber, die im dritten Viertel insgesamt 16 Mal an die Linie gingen, aber nur 10 ihrer Versuche verwandelten (insgesamt 23/41). Auf Weißenhorner Seite war es nach sechs Fehlwürfen aus dem Feld David Krämer, der wieder für Zählbares sorgte (33:50, 25.). Und wenngleich die Rister sich zwischenzeitlich auf 13 Punkte (39:52) annäherten, schien die kritischste Phase für die Youngstars spätestens mit einem weiteren Mittmann-Dreier zum 39:56 (28.) überstanden. Mit einer 40:60-Führung nach 30 Minuten und viel Energie startete der Zweite aus dem Süden ins Schlussviertel. Und dort machten Omuvwie, Stoll, Rohwer und Krämer binnen drei Minuten endgültig alles klar (44:68). Als Rist-Coach Felix Banobre daraufhin einen Fünffach-Wechsel vollzog und wenig später ein unsportliches Foul verhängt wurde, wussten die Gastgeber ihren Frust über das drohende Ausscheiden nicht mehr länger zu verbergen. In den verbleibenden Spielminuten, die eher einem „Auslaufen“ glichen, sorgten Nico Möbus und Lukas Rosenbohm mit ihren Dreiern und Bernhard Benke per And-One für die letzten Weißenhorner Highlights des Achtelfinals.

Auch im Viertelfinale haben die Weißenhorn Youngstars als Zweitplatzierte der ProB Süd Heimrecht. So empfängt die Jansson-Truppe am kommenden Samstag (Tipoff: 18.30 Uhr) in der Dreifachturnhalle den Sieger der derzeit ausgeglichenen Achtelfinal-Partie zwischen Oldenburg und der BG Karlsruhe, die sich am Dienstag im entscheidenden Spiel drei um den Viertelfinal-Einzug gegenüberstehen. „Der Gegner ist uns egal, jedoch bedeutet Karlsruhe natürlich den deutlich komfortableren Roadtrip“, so Danny Jansson vor der Abfahrt aus Hamburg in Richtung Ulm.

Foto: Horst Hörger